Die Geschichte des WTV 1869 e.V.
1922: Gründung der Handballabteilung 1922
1922: Wie kam es zur Gründung der Handballabteilung im Jahre 1922 ?
1922: Die ersten Spiele auf der Dorfwiese
1923-1927: 1 Jahr Handball und schon Meister
1928-1929: Anton Tropartz übernimmt seine ersten Aufgaben in der Handballabteilung
1931-1937: Die Jugendarbeit zahlt sich bereits aus
1940-1941: Die erste Damenmannschaft wird gegründet
1942-1944: Die Nazis wollen nur einen durch sie kontrollierten Sportverein...
1945-1950: Ein mühsamer Neuanfang
1951-1954: Hallenhandball, das schnelle Spiel gewinnt zunehmend Freunde
1955-1959: Der große Traum geht endlich in Erfüllung: Aufstieg in die Oberliga Mittelrhein
1960-1963: Die Meisterjahre, die große Erfolgsserie des WTV
1963: Der WTV spielt um die Westdeutsche Meisterschaft
1964-1968: Die fetten Jahre im Handball sind vorbei
1969-1971: Der TV Weiden wird 100 Jahre alt
1972: Die Handballabteilung wird 50 Jahre alt
1974-1975: Die große Wende zum Hallenhandball
1974-1978: Feldhandball wird zur Geschichte
1976-1977: Jeder Verein braucht ab und zu einmal eine Krise
1977-1979: Erneuter Trainerwechsel für die 1. Mannschaft
1981-1983: Abteilungsleiter Willi Bergstein übergibt sein Amt an Martin Dahlen
1983-1984: Nach 40 Jahren wieder Frauenhandball im TV
1985-1986: Die Hallenprobleme in der Stadt Würselen sind riesig
1986-1987: Die turbulenten Jahre der Handballabteilung
1987-1988: Die Frauenmannschaft auf dem Durchmarsch durch die Klassen
1988-1989: Eine Idee wird Wirklichkeit
1989-1990: Aus dem Tal der Tränen langsam aber sicher auf dem Weg nach ganz oben
1991-1992: Das Sonnenjahr des WTV
1992-1993: Regionalliga wir kommen
1993-1994: Der WTV wird 125 Jahre alt
1994-1995: Trotz einiger Turbulenzen: die 1. Mannschaft erreicht die Play-Off-Runde
1995-1996: Das erfolgreiche Jahr der Jugend, Handballmädchen spielen national
1996-1997: Der Handball jm WTV wird 1997 75 Jahre alt
1997: Und was kommt nach dem Jubiläum?
Gründung der Handballabteilung 1922
Man schreibt das Jahr 1922. In Deutschland findet nach 1919 der 376ste politische Mord statt. Nationalisten töten den Reichsaußenminister Walther Rathenau, weil er den Vertrag von Rapallo abgeschlossen hat. Bert Brecht erhält den Kleistpreis für sein Stück: Trommeln in der Nacht. Howard Carter entdeckt das Grab des ägyptischen Königs Tut-ench-Amun, und auf der Rhön stellt ein Segelflieger einen neuen Weltrekord im Dauerflug mit 3 Stunden auf. Nach dem Tod von Papst Benedikt wird ein neuer Papst - Pius XI - gewählt. Beim WTV ist im 53sten Vereinsjahr der Mitbegründer und legendäre Turnvater Jahn von Weiden, Hubert Prümper seit 1874 Vorsitzender und wird es noch bis 1925 bleiben.
Wie kam es zur Gründung der Handballabteilung im Jahre 1922 ?
Hier waren mehrere Faktoren maßgebend. Die Gründergedanken der alten Turnväter im 19. Jahrhundert waren leicht angelehnt an das preußische Gehabe von Tugend und Drill. Hierzu hatte man jedoch nach dem 1. Weltkrieg und dem Untergang des königlichen Reiches keine besondere Einstellung mehr und so blühte das Interesse an anderen Sportarten. 1919 hatte bereits in Weiden die Gründung eines Fußballvereins stattgefunden. (FC Teutonia).
Zudem hatte der Turngau Aachen 1922 die Fachrichtung Handball eingeführt. Es fanden sogenannte Propagandaspiele statt. Es spielten bereits Handball die Vereine ATG, ATV, 05 Aachen, VfR Eschweiler, Armada Würselen, Montania Eschweiler, Bergfried Eschweiler und insbesondere der TV Verlautenheide, der es sehr schnell zu Meisterehren brachte. Die Tageszeitung "Echo der Gegenwart" gibt 1922 in ihrem Sportteil dem Handball viel Aufmerksamkeit. Im Februar 1922 schreibt sie hierzu:
Es beginnt sich in Aachen und Umgebung eine neue Sportart zu regen. Nachdem viele Vorarbeit geleistet wurde, kommt nun der Tag, an dem etwas über die Regeln gesagt werden sollte. Etwas macht das Handballspiel vertrauter, als man es gewöhnlich annehmen sollte. Das ist die Idee, die genau dasselbe ist wie beim Fußball. Da sind 11 Spieler in genau derselben Aufstellung. An Geschicklichkeit und Ausdauer werden höhere Anforderungen gestellt als beim Fußball. Da sei noch erwähnt, daß es anfangs sogar Leute gab, die behaupteten, dieses Spiel sei nur für Männer. Die mußten sich bald eines Besseren belehren lassen. Es sei zunächst der Platzaufbau besprochen, welcher derselbe ist wie beim Fußballspiel mit folgenden Ausnahmen: Die zur Torlinie parallele Strafraumlinie wird bis zu den Seitenlinien verlängert. Der Fußballtorraum ist dadurch ersetzt, daß um die Torstangen Viertelkreise von 12 Metern Halbmesser gezogen und durch eine zur Torlinie parallele Linie verbunden werden. Die verlängerte Strafraumlinie ist die Abseitslinie. Der Torraum ist dazu da, daß er unter Strafe von keinem Spieler betreten werden darf, mit Ausnahme des Torwächters. Der Elfmeterpunkt ist durch einen Dreizehnmeterpunkt ersetzt. Verboten ist, den Ball länger als drei Sekunden zu halten, ebenso darf nicht mehr als drei Schritte mit dem Ball gelaufen werden. Zubodenspielen des Balles nach drei Sekunden ist erlaubt. Im Herrenspiel ist es erlaubt, den Ball dem Gegner aus der Hand zu stoßen oder zu schlagen. Ein absichtliches Berühren des Balles mit einem anderen Körperteil als die Hand, ist nicht gestattet, Anwerfen des Gegners ebenfalls nicht. Hochwerfen des Balles und Wiederfangen, ohne daß der Ball die Erde berührt, ist gleichbedeutend mit Halten des Balles. Beim Freiwurf ist die Entfernung des Gegners zum Ball 6 Meter. Der Torwächter darf in seinem Tor den Ball mit den Füßen abwehren. Er ist nicht an die Dreischrittregel aber wohl an die Dreisekundenregel gebunden. Verläßt er den Torraum, ist er den anderen Spielern gleichgestellt.
So gründete der Neuerungen niemals verschlossene Traditionsverein eine Handballabteilung mit einer Reihe verdienter Turner als Mitglieder. Zu den Gründern zählten: Johann und Alex Jorias, Kaspar und Peter Breuer, Matthias Breuer, Franz Besgens, Franz Schmitz, Peter Plum, Franz Ritzerfeld, Gerhard Gatzweiler, Josef Römer, August Strack und Johann Kalz.
Die ersten Spiele auf der Dorfwiese
Den ersten Spielbetrieb nimmt die Handballabteilung auf einer Wiese des Hofes Delahaye auf. Die Wiese lag so etwa in der Region zwischen Altenheim und der Schule in Helleter Feldchen. Der erste Vorsitzende Hubert Prümper erreicht bei den Gemeindevätern der damals noch selbständigen Gemeinde Weiden, (die Gemeinde Broichweiden entstand erst bei der kommunalen Neuordnung 1934 durch Fusion mit der damaligen Gemeinde Broich) daß im Weidener Feld (jetzt Kinderspielplatz Dürerstr.) ein eigener Sportplatz gebaut wird. Hierdurch erhält der Ballsport in Weiden einen riesigen Auftrieb. Der Platz hatte in der Mitte von Tor zu Tor eine breite Aschen bahn. Der Rest war Rasen und wurde von Kühen kurz gehalten. Vor den Spielen mußte zuerst der Abtrieb der Kühe und die "Beseitigung deren Hinterlassenschaften" erfolgen. Die ersten Gegner im Kreis Aachen waren ATG, TV Rohe, TV Verlautenheide und Grube Nordstern in Merkstein. Zu einem Spiel gegen Rohe schreibt die Zeitung in der Vorschau:
In Weiden liefern sich die Vereine ein Freundschaftsspiel, das nach den bisher gezeigten Leistungen mit einem Sieg des Platzvereins enden wird. Anwurf 11 Uhr mit Vorspiel der 2. Mannschaften.
1 Jahr Handball und schon Meister
1923
Die Handballer erkämpfen sich den Aufstieg in die höchste Spielklasse des Turngaues. Der Gesamtverein - zu dieser Zeit 84 aktive männliche und 12 aktive weibliche Mitglieder - erhält 4 Millionen Mark Zuschuß für die Jugendarbeit. Später führt er 3,5 Billionen RM als Beitrag an den Turngau ab.
1927
Spielwart der Handballabteilung ist Kaspar Breuer und der Abteilungsleiter ist Josef Tropartz. Der Jünglingsverein der Pfarre St. Lucia gründet ebenfalls eine Handballabteilung (DJK Westwacht Weiden).
Die Gruppensieger 1928
Stehend: Josef Tropartz, Abteilungsleiter Leo Tropartz, Fritz Burtscheid, Peter Breuer, Josef Bolz, Kaspar Breuer, Peter Burtscheid
Kniend: Franz Kohnen, Gerhard Tropartz, Gerhard Tropartz, Josef Schoener
Sitzend: Josef Tropartz, Franz Kahlen, Hubert Fleck
Anton Tropartz übernimmt seine ersten Aufgaben in der Handballabteilung
1928-1929
Als die erste Begeisterung für den Handball abflaute, übernahm Anton Tropartz die Führung der Abteilung und gab ihr neue Impulse. Er widmete sich insbesondere der Jugendarbeit und sein Name ist alsdann für mehrere Jahrzehnte der Inbegriff für den Handballsport des TV schlechthin. Die 1. Mannschaft wird erstmals Gruppensieger und holt ihre erste Meisterschaft. Zu dieser Zeit sind andere Mannschaften im Handballkreis führend. Der Turnverein Verlautenheide spielt im Februar 1928 auf dem Tivoli gegen Einigkeit Rheydt-Geistenbeck um die Rheinlandmeisterschaft. Von diesen Leistungen ist der WTV aber weit entfernt. Es reicht lediglich zu einem 5:5 gegen die 2. Mannschaft von ATB, die in einer höheren Klasse spielt.
Die Jugendarbeit zahlt sich bereits aus
Obere Reihe:
Josef Bolz Abteilungsleiter, Josef Keller, Gottfried Kirschall, Josef Schmitz Matthias Görgens, Klaus Görres, Franz Bohnen, Jakob Mertens, Matthias Schmitz, Josef Krings, Peter Breuer, Johann Lukas und Anton Tropartz, Betreuer
1930-1931
Die A-Jugend wird in beiden Jahren Kreismeister.
1932
Anläßlich des 10-jährigen Bestehens der Handballabteilung findet eine Festwoche statt. Hier gibt es den ersten Lokalkampf zwischen TV und DJK Westwacht.
Johann Jorigas, Klaus Görres, Jakob Mertens, Franz Bohnen, Mathias Gorgels, Gottfried Kirschall, Josef Krings, Josef Schmitz, Peter Breuer, Ludwig Kirschall, Johann Lukas, Anton Tropartz als Abteilungsleiter
1934-1937
In 1934 und 1935 verpaßt die 1. Mannschaft jeweils den Aufstieg und wird in Ihrer Gruppe nur 2., aber ein Jahr später klappt es. Sie werden Gruppensieger und Kreismeister im Aufstiegskampf zur Bezirksklasse. Der Aufstieg konnte doppelt gefeiert werden, da auch die 2. Mannschaft in Ihrer Klasse Meister wurde.

Stehend:
J. Bolz, J. Lürken, J. Lukas, J. Jörias, J. Schmitz, W. Bonn, J. Bohnen, A. Tropartz
Kniend:
A. Herrmanns, G. Kirschall, J. Krings
Sitzend:
M. Goergens, F. Bohnen, L. Kirschall

Die erste Damenmannschaft wird gegründet
1940-1941
Nur noch Jugendmannschaften und die neu gegründete Damenmannschaft nehmen am Spielbetrieb teil. Die Abteilung leiten Peter Schiffer und Agnes Maaßen. Die Mädels um die Geschwister Agnes, Maria und Hanni Maaßen, Geschwister Gertrud und Finni Strack, Geschwister Nelli und Johanna Offermanns, Grete Jorias, Henni Römer, Änne Schepers, Berti von Hoegen, Eise Küsgens und Finni Bücken erlernen sehr schnell den Handballsport. Die Mannschaft wird auf Anhieb mehrfacher Meister und stellt auch Auswahlspieler für die Kreisauswahl und den Landesverband Mittelrhein. Es sind die Spielerinnen Gertrud und Anna Dickeier, Nelli Offermanns, Agnes Maaßen und Finni Bücken. Der Spielbetrieb der Damen dehnt sich bis 1949 aus. Dann mangelt es an Gegnern im Landkreis und die Abteilung wird aufgelöst.
v.l.n.r.:
A. Mahsen, G. Jorias, H. Römer, G. Saal, G. Sentscheidt, B. Hambloch, G. Dickerler, A. Dickeler, B. Vonhoegen, H. Sommer
Die Nazis wollen nur einen durch sie kontrollierten Sportverein und setzen Anton Tropartz unter Druck
1942-1944
Als Anton Tropartz wieder eine Seniorenmannschaft aufstellen will, greift die Partei zu. Aus allen noch bestehenden Sportvereinen in Broichweiden wird zwangsweise eine Turn- und Sportgemeinschaft Broichweiden gebildet. Vereinsunterlagen werden von den Nazis eingezogen. Ein stummer Protest hat zur Folge, daß kein Spielbetrieb aufgenommen werden kann. Die TV-Mitglieder flüchten sich in einen Kegelclub mit dem vielsagenden Namen: "Ehemalige 69er". (Anmerkung: 1869 Gründungsjahr des TV). Nun setzt die Partei Anton Tropartz mächtig unter Druck und verlangt die Aufnahme des Spielbetriebes. Dann melden sich die Sportler an der Front mit einem gemeinsamen Protest. Die Partei lenkt ein und es wird ein Verein mit dem Namen: Kriegssportgemeinschaft TV/Teutonia gegründet. Die DJK bleibt als kirchlicher Verein verboten.
6.4.1942 Spiel um die Bannmeisterschaft:
Obere Reihe:
Hans Dohms, Leo Müller, Josef Cohnen, Leopold Beissel, Willi Kummer
Mittlere Reihe:
Heinrich Dondorf, Hans Lürken, Leo Grümmer
Untere Reihe:
Karl Esser, Heinrich Schümmer, Karl Meyer
Der Sportbetrieb lebt wieder auf. Die Handballer werden auf Anhieb Westdeutscher Meister. Für die Entscheidungsspiele wurde Soldaten teilweise Sonderurlaub gewährt.
Die Mannschaft der Kriegssportgemeinschaft
Obere Reihe:
Hans Dohms, Hubert Frings, Jakob Pflaum, Adrian Schiffer, Josef Tropartz
Mittlere Reihe:
Rudi Blanke, Leo Grümmer, Jakob Mommertz
Untere Reihe:
Wolfgang Kalff, Heinrich Schümmer, Arnold Beißel
Ein mühsamer Neuanfang
1945-1947
Der Krieg überrollt die Heimat. Der TV zieht eine traurige Bilanz. Sportmittel und Sportgeräte sind nicht mehr vorhanden. Die Menschen kämpfen um ihre nackte Existenz. Aber die schlimmste Erkenntnis ist, daß man 46 Mitglieder durch den grausigen Krieg verloren hat.
Anton Tropartz und Heinrich Krings machen den neuen Anfang beim WTV unterstützt von Leo Grümmer. Er wird der Leiter der Handballabteilung und später von Anton Tropartz abgelöst, der nicht nur den Handballsport im eigenen Verein, sondern auch auf Kreis- und Mittelrheinebene neu ankurbelt.
Und beim TV ist man ideenreich. Kluft erhält man über den Tausch gegen Lebensmittel, Tabakwaren und Schnaps. Nur das Schuhwerk ist ein Problem. Wenn der Samstag naht, verstecken die Eltern das einzige Paar Schuhe der Jugendlichen, damit es nicht beim Sport draufgeht.
Sie gehen zu Fuß nach Bardenberg und Eilendorf zu den ersten Spielerpaarungen. Die Senioren werden in einem alten Gemüse-LKW transportiert. Ihr erstes Spiel nach dem Krieg findet im August 1945 gegen eine Aachener Auswahlmannschaft statt. Den ersten Titel nach dem Krieg holt die A-Jugend. Sie wird Kreis- und Mittelreinmeister.

Feldhandball auf dem alten Sportplatz
Jetzt kommt die Zeit der in die Geschichte des Vereins eingehenden Handballschlachten auf dem Aschenplatz im Feld oft bei Sturm und Regen, hier z. B. die in Schlägereien ausartenden Lokalkämpfe gegen DJK Westwacht. Zu dieser Zeit waren sich beide Handballvereine spinnefeind. Wer von einem Verein zum anderen wechselte handelte sich den Schimpfnamen "Verräter" ein und wurde geächtet. Wenn sich zwei aus den unterschiedlichen "Lagern" verliebten, machten die einen nervenaufreibenden "Härtetest" durch, bis zur Drohung der Enterbung.
Aber erinnern wir lieber an die tollen Handballspiele zu dieser Zeit mit den Gebrüdern Leo und Albert Müller, Adrian Schiffer, Leo Grümmer und dem "Anzi Franz Prümper im Tor. Da war der große Rivale an der Spitze, der VFB Aachen mit dem schier unüberwindbaren Torwart Schellenberg, dem Leo Müller an einem stürmischen Novembertag das einzige Tor des Spiels, eine "Innenlatte" ins Netz setzte. Man wäre Meister geworden, wenn man das Rückspiel auf dem Hasselholz in Aachen gegen einen mehr als schwachen Gegner gewonnen hätte. Aber da hatten einige Weidener Spieler wegen einer "Festeng" am Vortag erhebliche Standprobleme, die zur großen Heiterkeit bei den Zuschauern und sogar beim Schiedsrichter führten, aber leider nicht zum Sieg. Ein Entscheidungsspiel in Würselen vor 1000 Zuschauern verlor der TV mit 8:2.
Die neue Gauliga wird gegründet. Der TV als Tabellenzweiter muß mit Eschweiler, ATG gegen die Vertreter der anderen Gruppen gesonderte Entscheidungsspiele austragen und schafft die Qualifikation.
Obere Reihe:
Abteilungsleiter J. Dassen, A. Schiffer, H. Schümmee, K. Krings, H. Clahsen, J. Pflaum
Mittlere Reihe:
S. Körfer, J. Lercher, W. Bohnen
Untere Reihe:
H. Römer, F. Prömper, C. Vonhoegen

Stolz präsentiert sich der Mittelrheinmeister mit seinem Gegner.

Anton Tropartz und seine "Jungs"

1948-1950
Die Senioren spielen inzwischen in der Gauklasse, müssen aber in der Spielzeit 48/49 absteigen, während die A-Jugend 2 Jahre hintereinander wieder Kreismeister wird. Die 1. Mannschaft setzt allen Ehrgeiz daran, vor dem runden Geburtstag der Abteilung wieder in der Gauklasse zu spielen. Sie schaffen den Wiederaufstieg 49/50.
Hallenhandball, das schnelle Spiel gewinnt zunehmend Freunde
1951-1954
Hallenhandball wird erstmals im Kreis Aachen gespielt. Er ist zunächst als "Winterbeschäftigung" gedacht, verdrängt aber in den kommenden Jahren zunehmend den Feldhandball. 1951 gibt es die erste Hallenkreismeisterschaft. Die Schülermannschaft des WTV und die A-Jugend werden auf Anhieb in der Halle Meister. Während etliche Spieler mit den neuen Bedingungen in der Halle nicht zurecht kommen, entwickeln sich andere wiederum zu richtigen Hallenspezialisten.
Das 30. Wiegenfest der Handballabteilung bereiten Leo Grümmer als Abteilungsleiter, Gottfried Kirschall als Spielwart und Franz Kuck als Geschäftsführer vor. Es wird eine große Festwoche mit regem Zuspruch veranstaltet. Auf dem inzwischen von der Gemeinde neu errichteten Sportplatz in Helleter Feldchen geht der Feldhandball in ungebrochener Beliebtheit weiter. Das Eröffnungsspiel auf dem neuen Platz betreiben DJK Westwacht und der WTV. Die Westwacht gewinnt 5:4.
Eine Kombinationsmannschaft Westwacht / TV auf dem neuen Platz Helleter Feldchen
Stehend: Peter Kather, Hans Kuck, Adrian Schiffer, Jakob Görgens, Willi Bohnen
Kniend: Leo Grümmer, Jakob Plaum, Fritz Dubois, Betreuer Albert Müller
Sitzend: Heinz Römer, Hans Kahlen, Leo Dreschers
Die einzelnen Mannschaften erreichen mehrere Erfolge. Die A-Jugend wird Kreis- und Bezirksmeister und nimmt an der Westdeutschen Meisterschaft teil. Sie schafft den Titel 53/54. Sie ist so stark, daß sie international als "Sparringspartner" gegen die französische Jugendnationalmannschaft spielt. Ihr Trainer Anton Tropartz führt sie in den folgenden Jahren noch dreimal in den Endkampf um die Westdeutsche Jugendmeisterschaft. Die Reservemannschaft schafft den Aufstieg in die 1.Kreisklasse.
Die 1.Mannschaft kämpft Jahr für Jahr um das große Ziel: Aufstieg in die Oberliga Mittelrhein. Sie muß aber zunächst dem Ortsrivalen Westwacht und Borussia Brand den Vortritt lassen. Die Mannschaft der DJK Westwacht um Hans Kahlen ist spielerisch stärker.
Der große Traum geht endlich in Erfüllung: Aufstieg in die Oberliga Mittelrhein
1955-1959
Der neue Abteilungsleiter Josef Dassen und der Trainer Menn Schiffers sind die neuen Motoren zum systematischen Erfolg der Senioren. Sie und der agile Geschäftsführer Günter Rober sorgen auch mit besonderen Leckerbissen für erinnerungswerte Ereignisse. Die 1. Mannschaft gewinnt ein international besetztes Hallenturnier und zeigt ihr Vermögen, sich auch in der Halle zu bewähren.
Auf dem Feld findet eine interessante Begegnung gegen die frühere Olympiaelf von 1936 statt mit Reinhold Münzenberg, einem Spieler von Alemannia Aachen. Zur Vorbereitung auf die neue Meisterschaft wurde u. a. gegen die jugoslawische Meisterelf von Zelescznicar Nis gespielt. Der TV konnte dieser Mannschaft die einzige Niederlage auf ihrer Deutschlandtournee beibringen.
Die intensive Vorbereitung hat sich gelohnt. Es gelingt der 1.Mannschaft, 20 Spiele hintereinander zu gewinnen, Meister der Landesliga zu werden und in die Oberliga Mittelrhein aufzusteigen. Das Handballdorf Weiden steht Kopf, weil nunmehr zwei Vereine in der höchsten Liga spielen. Hier sind die Männer hinter der Mannschaft zu nennen: der Abteilungsleiter von 1948-1955 Leo Grümmer. Er schweißte die Mannschaft zu einer großen Gemeinschaft zusammen. Nennen wir den Trainer "Menn" Schiffer, der mit seiner reichen Erfahrung die erfolgreiche Mannschaft schuf. Nach Siegen bei Turnieren in Strassfeld und Rohe geht es zur Belohnung auf große Tour nach Bayern, Osterreich und Jugoslawien. Vollgepackt mit tollen Erlebnissen und Erfolgen kehren sie nach 16 Tagen zurück. Noch heute bekommen einige Teilnehmer glänzende Augen, wenn man sie auf dieses ungewöhnliche Ereignis anspricht, das zu den ersten Begegnungen deutscher Sportler im Ausland nach dem Kriege zählte.
Doch der Fall, der dem großen Erfolg folgt, ist schmerzlich. Der TV steigt im nächsten Jahr wieder ab. Aber solche Ereignisse ziehen oft Konsequenzen nach sich. Die Abteilungs- und Mannschaftsführung ändert sich. Albert Müller - ein erfolgreicher Handballer aus den ersten Nachkriegsjahren wird Trainer. Der Mannschaftsobmann ist Josef Dassen und der Betreuer Karl Krinas sen.
Sie schafften den Aufstieg in die Oberliga
Stehend: Trainer Menn Schiffers, Josef Müller, Adrian Schiffer, Karl Krings, Hans Clahsen, Hubert Schümmer, Josef Plum, Josef Dassen, Abteilungsleiter
Kniend: Fritz Dubois, Cornel Bahnen, Jakob Plaum, Willi Bohnen
Sitzend: Heinz Römer, Karl Schiffer, Cornel Vonhoegen, (es fehlt Josef Lercher)

Die Reise nach Jugoslawien ist noch vielen nachhaltig in Erinnerung
Die Meisterjahre, die große Erfolgsserie des WTV
1960-1963
Die Schmach des Abstiegs sitzt tief. Und da bekanntlich Schmach zündet, geht man mit der neu formierten Mannschaft, in die viele Spieler der erfolgreichen Jugendmannschaft aufgerückt sind, an den Kampf um den Wiederaufstieg. Das gelingt schon nach einem Jahr auf Anhieb. Am 26. Juni 1960 fallen auf dem Sportplatz in Weiden die Würfel. Der Ortsrivale - heute sagt man Mitbewerber - der inzwischen auch das Oberhaus verlassen mußte, wird 15:7 besiegt und damit ist mit 46:0 Punkten der Weg frei in die Oberliga. Man mischt in der Höhenluft auf Anhieb gut mit. Man wird 3. und erreicht das Entscheidungsspiel um die Teilnahme an der Westdeutschen Meisterschaft gegen Polizei Koblenz. Doch die Entscheidungsspiele gingen verloren.
Die Handballabteilung feiert 1962 ihr 40-jähriges Bestehen. In ihrem Jubeljahr machen sich die Handballer selbst das größte Geschenk. Sie werden Mitteihreinmeister und kämpfen um die Westdeutsche Meisterschaft gegen solch erlesene Mannschaften wie Wellinghofen, Dankersen und Hamborn gemeinsam mit den anderen Mittelrheinvertretern Gummersbach und Leverkusen.

Der Trainer hält in der Halbzeit Lagebesprechung
Der WTV spielt um die Westdeutsche Meisterschaft
Diese Spiele setzten hohe organisatorische Anforderungen an den Verein. Günther Rober ist hier der tatkräftige Organisator um den Massenandrang der Zuschauer zu bewältigen. Der Festschrift anläßlich der Meisterschaft entnehmen wir, daß er mit den hohen Einnahmen in einem feuer- und einbruchssicheren Keller geschlafen habe, bis er am Montag das Geld zur Sparkasse bringen konnte.
Hohe Ehrungen werden dem TV und einigen Aktiven und Verantwortlichen zuteil. Nur den Wunsch des Vorsitzenden Handballkreis Aachen, Kaspar Birken. "Werdet im kommenden Jahr wieder Meister!", konnte man nicht erfüllen. Der dritte Platz reichte aber wiederum zur Teilnahme an der "Westdeutschen", bei der man den souveränen Mannschaften aus Westfalen nicht gewachsen war. Aber immerhin: acht Jahre hielt die Zugehörigkeit zur damals höchsten deutschen Handballklasse. Neben dem Feldhandball gibt es da auch noch den Hallenhandball. Hier verpaßt die 1.Mannschaft knapp den Aufstieg in die Oberliga.

Die Mannschaft strahlt
Die fetten Jahre im Handball sind vorbei
1964-1968
Die erste Mannschaft gewinnt 1963 den Kreispokal. Die 2.Mannschaft fährt Fahrstuhl. Sie steigt zunächst zweimal hintereinander bis in die erste Hallenklasse auf um dann wieder bis in die 3. Kreisklasse abzusteigen.
In den Seniorenmannschaften macht sich bemerkbar, daß die "Mittelrheinmeister" ihre Leistungsspitze überschritten haben. Im Nachwuchs klafft ein dickes Loch; wohl darauf zurückzuführen, daß Anton Tropartz sein Amt als Jugendbetreuer in jüngere Hände legt. Er kann sich mit dem Ruhm verabschieden, daß seine Jungens aus der Jugend den dicken Titel holten. Aber in der Jugendarbeit geht ein neuer Stern auf: Franz Offen. Er wird als Jugendtrainer zu einem Idol einer ganzen Generation. Inzwischen ist Adrian Schiffer - ein alter Handballer - zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Die Leitung der Handballabteilung übernimmt Heinz Blum. Spielausschußvorsitzender wird Franz Bohnen.
Zunehmend gewinnt der Hallenhandball bei den Zuschauern mehr Anklang als der Feldhandball. Zwar hat man im letzten Jahrzehnt an den Spielregeln des Feldhandballs (14 Meterkreis, Felddrittelung usw.) mächtig "herumexperimentiert", um das Spiel von dem Image "Strafraumgewürge" wegzubringen, aber vielleicht hat man es hierdurch totlaboriert. Die Spielzeitwird geändert. Im Sommer spielt man Feld-, im Winter Hallenhandball. In der Halle tut sich der TV zunächst schwer. Es fehlt die Beständigkeit. Man steigt aus der Kreisliga ab, aber im nächsten Jahr wieder auf, nachdem Franz Otten das Training übernommen hat.
In der Oberliga Feld würgt man im letzten Tabellendrittel herum und kann knapp dem Abstieg entgehen. Aber im nächsten Jahr ist der TV "fällig". Die 1. Mannschaft steigt in die Verbandsliga ab. In der Halle faßt man jetzt zunehmend Fuß. Man steigt zweimal hintereinander bis in die Verbandsliga auf. Auch gewinnt man den "Großen Wanderpreis der Stadt Aachen", den Hallenwanderpokal der DJK Westwacht, ein Turnier in Jülich, in Bardenberg und in Kreuzweingarten.
Am 1. November 1967 erfolgt die erste Ausgabe dei monatlichen Vereinszeitung WTV Echo. Das Vereinsblatt leistet auch für die Handballabteilung wichtige Informationsarbeit. Es hält sich - trotz der damals recht aufwendingen und primitiven Aufbereitung - bis nach dem 100. Stiftungsfest und schläft dann für längere Zeit mangels Redakteuren ein.
Der TV Weiden wird 100 Jahre alt
1969-1971
Der Hauptverein - inzwischen 615 Mitglieder stark - hat - wie alle Vereine am Ort - erhebliche Hallenprobleme. Die Abteilungen platzen aus allen Nähten. Eine Großhalle fehlt. Sie wird am 3.2.1973 in Helleter Feldchen den Sportlern übergeben, nachdem durch eine gut gemeinte, aber ungeschickt angelegte Aktion in 1970 die Halle zum Wahlkampfthema im Ort wurde und die Politiker ihre sich gegenseitig überbietenden Versprechungen recht zügig einlösten, noch gerade rechtzeitig vor der Eingliederung zur Stadt Würselen.
So standen 1969 zu den 12 Festtagen des Großen Stiftungsfestes für die nahezu täglich stattfinden Handballveranstaltungen zunächst nur der alte und neue Sportplatz und die kleine Halle zur Verfügung. Der Chronist kann sich noch erinnern, daß es vergebliche Mühen gab, anläßlich des Jubiläums einen attraktiven Handballgegner zu gewinnen. Entweder gab es nur Absagen oder die Forderungen der Spitzenmannschaften waren so hoch, daß sie wirtschaftlich nicht vertretbar waren. In purer Verzweiflung rief er - in seiner Eigenschaft als Cheforganisator des Jubelfestes - kurzentschlossen den damaligen Bundestrainer Werner Vick in seiner Privatwohnung in Hamburg an und schilderte ihm das Anliegen des TV. Und wie der Zufall im Leben so spielt: Er war nicht nur bestens über den TV Weiden informiert, sondern bot an - für ein gutes Abendessen aller Beteiligten - ein Trainingspiel mit der zu dieser Zeit in Köln auf einem Lehrgang weilenden Nationalmannschaft gegen einen verstärkten TV auszutragen.
Aber nach den großen Festtagen geht der Handballalltag weiter. Die 2. Mannschaft steigt in die Kreisliga auf. Der Wanderpokal der DJK Westwacht geht endgültig in den Besitz des TV über. Der Hubert-Ohren-Gedächtnispokal des TV Scherberg und der Stadtpokal der Stadt Jülich werden durch die 1. Mannschaft erfolgreich verteidigt.
Die eigene Vereinsjugend holt den seit dem 100. Stiftungsfest ausgespielten Anton-Tropartz-Wanderpokal. Die intensive Jugendarbeit von Franz Otten bringt tolle Meisterleistungen hervor. Im Sommer 1970 wird seine D-Jugend ungeschlagener Feldhandball-Kreismeister mit einem Torverhältnis von 200:73. Die gleiche Mannschaft ist aber auch in der Halle aktiv. Sie wird im Februar 1971 unschlagbarer Mittelrheinmeister.
Die Handballabteilung wird 50 Jahre alt
1972
Im Jubiläumsjahr der Handballabteilung verfügt die Handballabteilung über 120 Aktive in den Mannschaften: 1 Seniorenmannschaft, 1 Reservemannschaft, 2 A-Jugend-Mannschaften, 2 C-Jugendmannschaften, 1 E-Jugend-Mannschaft, 1 Altherrenmannschaft
Alle Mannschaften sind zur Jubiläumsfeier in eine Sportwoche vom 15.9. bis 23.9. eingebunden. Traditionsgemäß eröffnet die Altherrenmannschaft das Geschehen mit einem Spiel gegen Brand. Es folgen interessante Begegnungen wie z.B.:
Traditionsmannschaft Mittelrheinmeister 1962 gegen TuS Niederpleis Spiele der A-, B-, D-, und E-Jugendmannschaften TV Weiden l gegen Geleen, 1. holländische Liga A-Jugendturnier um den Anton-Tropartz-Pokal C-Jugendturnier um den Vereinspokal Turnier der 1. Mannschaft um den Vereinspokal mit TV Rohe, Westwacht, Sittard.
Im sportlichen Geschehen des Alltags gibt es ein Kuriosum im Verein. Die 1. Mannschaft könnte in die Feldhandballregionalliga aufsteigen. Man verzichtet aber aus vielerlei Gründen. U.a. will man nicht auf mehreren Hochzeiten tanzen.
Die große Wende zum Hallenhandball
1973-1975
Der Abteilungsleiter Willi Bergstein steuert die Handballabteilung mit fester Hand und Umsicht auf die veränderten Aufgaben und Gegebenheiten zu. In der Hallenverbandsliga belegt die 1. Mannschaft den 2. Platz. Die 2. Mannschaft steigt in die Kreisliga ab. Die 3. Mannschaft erreicht den 3. Platz.
Die 1. Mannschaft führt eine Fahrt nach Berlin durch und einige Mannschaften nehmen an einem internationalen Großturnier in Langensteinbach teil. Inzwischen startet man im Verein den 2. Versuch einer Vereinszeitung. Das Vereinsecho lebt wieder auf.
Vier Senioren und 5 Jugendmannschaften kämpfen inzwischen um Punkte. Der 1. Mannschaft gelingt mit dem Sieg in Merkstein (19:15) die Meisterschaft und steigt in die Oberliga auf. Der Held es Tages - so schrieb damals die Zeitung - war Torwart Achim Henke, der trotz einer erheblichen Verletzung souverän im Tor stand. 2 Tage haben die Jungens gefeiert.
In der Spielzeit 73/74 nimmt die AH-Mannschaft am Grenzlandpokal teil und erreicht einen Spitzenplatz. Die 2. Mannschaft erreicht den 3. und die 3. Mannschaft einen Mittelfeldplatz. Ebenfalls einen Mittelfeldplatz erreicht die 1. Mannschaft in der Feldhandballoberliga.
Feldhandball wird zur Geschichte
1974-1978
Am Ende der letzten Spielzeit wird die Feldhandballmannschaft zurückgezogen. Die neue Halle bringt einen Auftrieb im Hallenhandball. 11 Mannschaften stellt inzwischen der Verein für den Spielbetrieb. Tabeltenstand der Senioren:
3. Mannschaft Mittelfeld, 2. Mannschaft 3. Platz, 1. Mannschaft hält sich - trotz gegenteiliger Befürchtungen - in der Oberliga. Die A-Jugendspieler Heino Schüller und Horst Kahlen werden für die Senioren "reklamiert" und verstärken die 1. Mannschaft.
Im November 1975 weilt die Handballnationalmannschaft in Broichweiden. Sie bereitet sich auf die Olympiade in Montreal vor. In Kooperation mit der DJK Westwacht (Klaus Melcher) übernimmt Willi Bergstein seitens des TV die Planung und Organisation des Teams. Dieter Hellemeister ist der neue Trainer der 1. Mannschaft. Fritz Funken unterstützt inzwischen Franz Offen bei der Jugendarbeit. Es erscheint die erste Handball-Saisonvorschau. Die Seniorenmannschaften halten ihre Klassen. Die AH-Spieler gewinnen bedeutsame Turniere.
Jeder Verein braucht ab und zu einmal eine Krise
1976-1977
Im September 76 war die Abteilung reif für eine außerordentliche Handballversammlung. Nicht daß hier der Eindruck entsteht, hier hätte die erste Problembewältigung im TV angestanden. Wie in jeder ordentlichen Familie gab es auch bis dato im TV Problemstunden. Der Streit spielte sich aber überwiegend zwischen den Abteilungen wegen Hallenstunden, Zuschüssen, Bezahlung von Überstunden, Beitragszahlungen usw. ab.
Da ging es "Sackhüpfer" gegen "Schlammkrageler" (Originalton aus Sitzungen): aber jetzt geht es um neue Leitlinien zum Thema: Kameradschaft, Sachlichkeit und den erforderlichen Sachverstand in der Führung der Abteilung. Neue Weichen werden gestellt. Sie sollen einen soliden Weg in die Zukunft garantieren. Die Garantie läuft aber nur bis 1980. Dann sitzt man wieder wegen Differenzen zusammen.
Die Bundeswehr bereitet der Handballabteilung Sorgen. Peter Luppa, Heino Schüller und Horst Kahlen müssen zur Zeit der Grundausbildung riesige Strecken fahren, um am Wochenende an den Spielen teilnehmen zu können. Zudem verunglücken Horst Kahlen und Heino Schüller bei der Rückfahrt von einem Meisterschaftspiel und müssen in das Birkesdorfer Krankenhaus eingeliefert werden. Glücklicherweise genesen sie von ihren schweren Verletzungen.
Im sportlichen Bereich gibt es Gerangel um Trainingszeiten in den Hallen. Fünfvereine mit unzähligen Mannschaften müssen alles in der Halle Helleter Feldchen austragen. Die 1. und 3. Mannschaft halten die Klasse. Die 2. Mannschaft wird mit 36:0 Punkten Meister und steigt in die 1. Hallenklasse auf.
Erneuter Trainerwechsel für die 1. Mannschaft
1977-1979
Mit Trainer Hellemeister geht es in die vierte Oberligasaison. Die Oberliga hat nunmehr 12 Mannschaften. Das sind 22 harte Spiele. Die 1. Mannschaft hält einen Mittelplatz. Die 2. Mannschaft wird wiederum Meister und steigt in die Kreisliga auf.
Franz Offen führt auch die 3. Mannschaft in eine höhere Klasse. Im Folgejahr wird die 1. Mannschaft 8. mit 20:24 Punkten. Burkhard Wahl geht als Nachfolger von Dieter Hellemeister als Trainer zuversichtlich in das neue Jahr. Die anderen Seniorenmannschaften halten ihre Klassen. Im Juni 1978 wird Peter Rüttgers aus der 1. Mannschaft verabschiedet. Er gehörte 10 Jahre zur ersten Garnitur; zunächst als gefürchteter Tormann im Feldhandball und später als Kreisläufer in der Halle.
(Der Chronist kann sich daran erinnern, ihn in den sechziger Jahren gemeinsam mit dem damaligen Leiter der Handballabteilung Josef Plum in seiner Wohnung in Eilendorf überredet zu haben, von Eilendorf nach Weiden zu wechseln. Seine Mutter beendete sein Zögern mit der Bemerkung: "Das scheinen doch beim TV alles nette Jungens zu sein.")
Der Abstieg der ersten Mannschaft bringt neue Turbulenzen aber auch eine erfolgreiche Wende
1979-1981
Vier Seniormannschaften stehen im Spielbetrieb. Der WTV fährt zum achten Mal nach Langensteinbach zum Pfingstturnier. Als die Mannschaften 2-4 noch durchschnittliche Tabellenplätze halten, steigt die erste Mannschaft 79/80 aus der Oberliga ab. Der Trainer verläßt den TV.
Peter Schöner wird neuer Trainer und soll auch zugleich als Spieler neue Akzente setzten.
Am 25. April 1980 werden die Scherben im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung wieder gekittet. Abteilungsleiter Willi Bergstein und Franz Offen reden Klartext und nennen die Bedingungen, die für eine erfolgreiche und reibungslose Arbeit erforderlich sind. Die Kernpunkte sind ein freundlicher Umgang miteinander und die Arbeit der Abteilung auf breitere Basis zu stellen. Es wird ein Spielausschuß geschaffen, der für Aufstellungen und auch für Disziplinarmaßnahmen zuständig ist. Die 1. Mannschaft ertränkt ihren Kummer über den Abstieg auf einer Fahrt nach Rüdesheim und getobt dort bei Weib, Wein und Gesang ein besseres Miteinander und den selbstlosen Einsatz für einen Wiederaufstieg. Normalerweise sind Versprechungen in Weinlaune nicht sonderlich zu bewerten, aber beim WTV ist das anders. Das haben schon die Vorväter im Handball in ähnlichen Situationen bewiesen. Man wird tatsächlich Meister und steigt wieder auf.

Sie gewannen den Hallenhandball-Nachrichtencup
Eine ganz kuriose Situation ergibt sich 80/81 für die 2. 3. und 4. Mannschaft. Sie stehen sich gegenseitig im Wege. Die 2. Mannschaft muß absteigen. Da sich aber in dieser Klasse die 3. Mannschaft befindet, muß diese zwangsabsteigen weil 2 Mannschaften eines Vereins nicht in einer Klasse spielen dürfen. Das ist aber noch nicht alles! Die 4. Mannschaft wird Meister. Sie darf aber nicht aufsteigen, weil in diese Klasse die 3. Mannschaft hinein muß.
Abteilungsleiter Willi Bergstein übergibt sein Amt an Martin Dahlen
1981-1983
Im Juli 1981 tritt Peter Schöner überraschend als Trainer zurück. Im Januar 1982 beendet Willi Bergstein nach 12 Jahren erfolgreicher Arbeit seine Tätigkeit als Abteilungsleiter. Martin Dahlen wird sein Nachfolger. Es bleibt im Amt der Geschäftsführer Fritz Schotten, ein Mann, der in unsäglich stiller Kleinarbeit - ohne viel Aufsehen - die mühsame und verantwortungsvolle Arbeit schon seit Jahren leistet und sie auch in Zukunft noch leisten wird. Als Nachfolger für den Trainer springt Franz Offen ein. Die 1. und 2. Mannschaft erringen den Kreis-A-Pokal und den Kreis-B-Pokal.
Nach 40 Jahren wieder Frauenhandball im TV.
Der Verein trauert um Anton Tropartz.
Die Jugend spielt um die "Deutsche".
1983-1984
Die Saison beginnt mit einem tollen Auftakt und einer Werbung für den Handballsport. Ein Freundschaftsspiel gegen den vielfachen jugoslawischen Meister und IHF-Pokalsieger Borac Banja Luca wird mit 20:19 gewonnen.
Für drei Monate übernimmt Harald Kampf das Training. Bei Saisonhalbzeit steht der TV auf einem abstiegsgefährdeten Platz. Der Trainer wirft das Handtuch. Hermann Kirschall und Klaus Thevis übernehmen - selbst TV-Spieler - für den Rest der Spielzeit das Training. Neue Trainer, neue Impulse: 7 Siege in Folge und ein 4. Platz in der Oberliga.
Inzwischen tragen beim TV 8 Mannschaften mit 109 Aktiven Meisterschaftsspiele aus.
Nach 40 Jahren "frauenlosem" Handball gründet Franz Otten eine Mädchenmannschaft.
Die Saison endet mit einer traurigen Nachricht: Der Vater des Handballsport im TV, der unermüdliche Arbeiter und Förderer Anton Tropartz ist gestorben.
1984-1985
Das Thema der Saison für den WTV lautet: Klassenerhalt aller Seniorenmannschaften. Ein neuer Trainer für die 1. Mannschaft wurde verpflichtet: Milan Milobara. Er hat den "Schleudersitz" beim TV übernommen. Mit der Mannschaft H. Schüller, W. Kuck, H. Kahlen, D. Kahlen, R. Bergstein, H. Klughardt, H. Hennes, R. Thiede, T. Zeller, K. Thevis, St. Kather und R. Kuck, schafft er den Klassenerhalt. Auch die anderen Senioren erreichen das gesteckte Ziel: Klassenerhalt.
Die Hallenprobleme in der Stadt Würselen sind riesig.
Die Stadt baut eine zusätzliche Halle
1985-1986
5 Handballvereine in der Stadt müssen sich eine Halle teilen. Willi Bergstein - Mitglied des Stadtsportverbandes - macht anläßlich einer Sitzung die Probleme offenkundig. Ein geordneter und leistungsgerechter Spielbetrieb ist nicht mehr möglich. Oft müssen sich 40 Spieler die Halle zum Training teilen. Gegnerische Mannschaften müssen am Samstag um 6 Uhr aufstehen, weil in Würselen im Morgengrauen ein Spiel angesetzt ist. Die Stadt begreift, daß sie für den Handballsport, der neben den Jungenspielen das 2. Erkennungszeichen der Stadt ist, etwas bewegen muß. Sie baut an der Krottstraße eine weitere Halle.
Die erste Garnitur des TV geht zwar mit Zuversicht in die neue Spielzeit, aber auch diesmal entrinnen sie dem Abstieg erst in letzter Minute. Der einzige Trost in dieser Saison ist der Nachwuchs. Inzwischen nehmen 9 Jugendmannschaften an den Meisterschaftskämpfen teil, davon 2 Mädchenmannschaften. Die Stadt Aachen macht eine Aktion "Jahr der guten Taten". Der WTV nimmt daran teil und stellt die Einnahmen aus den Pokalendspielen der Aktion Sorgenkind zur Verfügung.
Die turbulenten Jahre der Handballabteilung
1986-1987
Das Jahr beginnt mit einer sehr schlechten Nachricht. Der emsige Martin Dahlen stellt seinen Posten als Abteilungsleiter zur Verfügung. Der neue Mann - Karl-Heinz Leuchter, seit 30 Jahren Vereinsmitglied - sieht sein Führungskonzept unter den Voraussetzungen: Ideenfindung - Kreativität - Aufzeichnung von Perspektiven - Gründung eines Handballbeirates. (H. Schüller, P. Matzke, L. Plymakers). Alles löbliche Vorsätze, die dann zum Erfolg führen, wenn sie umgesetzt werden und funktionieren.
In der Oberliga Mittelrhein spielen inzwischen vier Mannschaften aus dem Kreis Aachen. Für Spannung ist gesorgt, denn die Vereine ATG, Ubach-Palenberg und Westwacht Weiden sorgen für spannende Spiele und stacheln den Ehrgeiz an. Der Erfolg des TV: ein guter Mittelplatz. Der TV nimmt zum 17. mal an dem Handballturnier in Langensteinbach teil. Vor 1500 Zuschauern wird die Idee geboren, auch in Weiden ein derart großes Handballturnier als ständige Einrichtung aufzuziehen.
Die Mädchenmannschaft spielt nun als Frauenmannschaft in der 2. Kreisklasse. Dort wird sie gleich Meister und steigt in die 1. Kreisklasse auf.
Die Frauenmannschaft auf dem Durchmarsch durch die Klassen
1987-1988
Trainer Milobara wandert zu SG Eschweiler ab. 6 Spieler verlassen die erste Mannschaft des WTV, darunter auch der Spieler Frank Ahrens, der zum Bundesligisten TuSEM Essen geht. Aus den eigenen Reihen wird das Trainergespann Hermann Kirschall und Klaus Thevis gestellt. Die Mannschaft wird umgestellt und mit neuen Spielern aufgefüllt so u.a. aus der Jugend durch C. Leuchter, St. Debye, R. Kappertz und R. Engels. Aus Eupen kommt Jürgen Strang und aus Eschweiler Frank Braun hinzu.
Ende 87 kommt ein neuer Trainer mitten in der Spielzeit - Konrad Strang. Klaus Thevis bleibt Co-Trainer und in Folge holt die "Erste" 8 Punkte, besiegt den Spitzenreiter Niederpleis und den 2. Westwacht Weiden und erreicht Platz 5. Im Pokalfinale unterliegt die 1. Mannschaft mit 20:18 der Westwacht Weiden und im Pokal der Aachener Nachrichten siegen sie gegen SG Eschweiler.
Die Mädchenmannschaft wird unter Trainer Franz Offen Mittelrheinmeister und die Frauenmannschaft steigt abermals auf und zwar in die Kreisliga.
Eine Idee wird Wirklichkeit
1. Internationale Weidener Handballtage
1988-1989
Die erste Großveranstaltung dieser Art ist ein großer Erfolg und inzwischen ein fester Bestandteil des Weidener Handballsports. Dieser Erfolg und der Mittelplatz der 1. Mannschaft verhindern aber nicht, daß in der Handballabteilung die Alarmglocken läuten. Der Abteilungsleiter und der Beirat legen - nach Streitigkeiten mit dem Gesamtvorstand - ihre Ämter am 19.12.1988 nieder. Am 14.2.1989 verläßt auch der Trainer K. Strang die 1. Mannschaft, die nach 6 Meisterschaftsspielen die rote Laterne der Tabelle trägt. 3 Männer versuchen zu retten, was zu retten ist. Es sind der inzwischen zum Vereinsvorsitzenden gewählten Fritz Funken, sein Vertreter Clemens Sojka sowie Franz Offen als Interimscoach.
Man schafft das Unglaubliche: Den Klassenerhalt und gewinnt zudem den Nachrichten-Cup. Die 2. Mannschaft schafft den Klassenerhalt allerdings nicht. Bei der Frauenmannschaft sieht es wieder nach einem Aufstieg aus. Aber vor ihnen steht am Saisonende TV Roetgen in der Tabelle. Die A-Juniorin Alexandra Claßen wird zu 2 Länderspielen gegen die DDR eingeladen. Eine große Ehre für das Mädchen, dessen Vater in der berühmten Mittelrheinelf stand und deren Mutter noch heute eine aktive Turnerin ist.
Aus dem Tal der Tränen langsam aber sicher auf dem Weg nach ganz oben.
Nur die Damenmannschaft setzt unbekümmert ihren Durchmarsch fort
1989-1990
Man hat noch immer keinen "vernünftigen" Abteilungsleiter gefunden. Der Vorsitzende Fritz Funken und sein Vertreter Clemens Sojka führen die Geschäfte kommissarisch weiter. Es gelingt wenigstens mit Dieter Juris, langjähriger Trainer bei Düren 99, einen neuen Trainer finden, der mit der neu formierten Mannschaft Schlagzeilen schreiben wird.
Bei dem "Spielermaterial" gibt es Änderungen. Jürgen Strang und Hermann Klughardt gehen und Udo Reinhardt, Stefan Schauergans und Michael Scholl kommen. Es wird eine Saison ohne Abstiegssorgen. Man erreicht den 4. Platz.
2 verdiente Handballer gehen in den "Ruhestand". Hermann Kirschall und Heino Schüller werden mit einem Abschiedsspiel gegen den tschechischen Meister Zok-Lok Trnava verabschiedet. Die 2. Internationalen Handballtage werden mit 800 Teilnehmern abermals zum Erfolg. Das hat es selten beim TV gegeben, daß eine Mannschaft ohne Minuspunkte die Spielzeit abschließt.
Die Damen schaffen das. Sie werden Meister und erkämpfen sich mit ihrem neuen Trainer Ernst Meyer über etliche Relegationshürden den Aufstieg in die Landesliga. Hier sollte man auch die fürsorglichen Betreuer F. Kellenter und J. Zander einmal nennen.
1990-1991
Es wird eine erfolgreiche und vereinsintern eine recht ruhige Saison. Die 1. Damenmannschaft wird Gruppensieger der Landesliga und verpaßt den Aufstieg in die Oberliga durch 1 fehlendes Tor gegen Bergisch-Gladbach in der Relegation. Eine neu gegründete 2. Damenmannschaft beginnt ebenso erfolgreich. Sie wird auf Anhieb Meister und steigt in die 1. Kreisklasse auf. Die 1. Herrenmannschaft gewinnt den Kreispokal und erreicht den 6. Platz. Die 2. Mannschaft schafft den 9. Platz in der Liga und die 3. Mannschaft wird 3. und unterliegt im B-Pokal gegen Geilenkirchen im Endspiel.
Die Zahl der Teilnehmer der 3. Weidener Handballtage steigt auf 106 Mannschaften was eine organisatorische Meisterleistung verlangt. Hierfür ehrt der Schirmherr - 2. Bürgermeister Wolfgang Fritz - den Hauptverantwortlichen Hubert Hahnrath und ernennt ihn - in Ermangelung eines Gardemaßes - zum „Napoleon des Handballs". Ein Titel, der sich fortan von Turnier zu Turnier fortschreibt.
Es gibt aber noch mehr Leckerbissen im Weidener Handball. Wir sprechen hier von dem Freundschaftsspiel einer Kombination Westwacht/TV gegen die international erfahrene Mannschaft SKSF Krasnodar aus der UDSSR. Das Ergebnis: 34:25 für die Gäste.
Das Sonnenjahr des WTV.
Alle Mannschaften in der Spitzenigruppe.
Die "1." steigt auf in die Regionalliga
1991-1992
Die Mannschaft um Dieter Juris wird Mittelrheinmeister und steigt in die Regionalliga auf. Und mit welchem Ergebnis! Schon 2 Spieltage vor Meisterschäftsende wird mit einem Sieg (22:19) gegen den Orts- und Ligarivalen DJK Westwacht alles perfekt gemacht. 37:7 Punkte und 462:388 Tore zeugen von einer tollen Serie.
Diese Sonnentage erleben auch die anderen Mannschaften. Alle Damen- und Herrenmannschaften befinden sich in ihrer Klasse im oberen Drittel der Tabelle. Diese Dichte hat man in der Talentschmiede WTV noch nicht erlebt. 10 Mannschaften nehmen am Meisterschaftsbetrieb teil, davon allein 5 im Kampf um die Mittelrheinmeisterschaft.
Die Internationalen Handballtage werden zur festen Einrichtung und fast zur Routine der 120 Helfer, die 3 Tage voll im Einsatz sind und so nebenher auch noch 190 Übernachtungsmöglichkeiten organisieren müssen.
Die Damenmannschaft hält den Platz an der Sonne. Es reicht aber nicht zur Meisterschaft. Der 1. Vorsitzende - Fritz Funken - gibt nach 3 1/2 Jahren die zusätzliche Aufgabe des Abteilungsleiters ab, damit er sich ganz der Führung des Gesamtvereins widmen kann. Sein großes Gespür für die wichtigsten Dinge im Sportbetrieb in einer hohen Spielklasse und sein Vermögen, Menschen und "Material" immer wieder für den Verein zu gewinnen, machten ihn - neben seiner Position als Vereinsvorsitzen der - auch in den Folgejahren für die Handballabteilung unersetzlich. Neuer Leiter der Handballabteilung wird Horst Spurzem.
Regionalliga wir kommen
1992-1993
Die Parole des Trainers lautet: Klassenerhalt. Au! Aul Da oben ist die Luft sehr dünn bzw. sehr dick, gleichwie man es sieht. Die Ernüchterung nach 9 Spieltagen kommt: 2:16 Punkte. Jetzt schleicht beim TV das "Schalkesyndrom" durch Halle und Kneipen, Familien und Stammtische. 300 zusätzliche "Trainer" machen Mannschaftsaufstellung und trennen Freunde. Verletzungen kommen hinzu. Aber nur die Mannschaft und ihr Trainer verlieren die Nerven nicht. Ein Zwischenspurt mit 14:4 Punkten und das alles entscheidende Tor von Stefan Debye mit dem Schlußpfiff beim Heimspiel gegen Haan sichert den Klassenerhalt.
Alle anderen Mannschaften erzielen gute Plätze und die 3. Mannschaft, der ewige Zweite in seiner Klasse, schafft mit 43:1 Punkten den Aufstieg.
Derweil werden die Internationalen Weidener Handballtage zu einer Mammutveranstaltung. Hier einige Zahlen: 125 Mannschaften aus 3 Ländern, 1260 Teilnehmer in 215 Spielen, sowie renommierte Mannschaften wie Deutscher DJK Meister der Frauen, die Bundesligamannschaft des SC Wiesbaden.
Der WTV wird 125 Jahre alt
Das zweite Jahr in einer höheren Klasse ist bekanntlich das Schwerste.
Franz Otten überträgt nach 31 Jahren die Leitung der Jugend in Jüngere Hände
1993-1994
Die Saison der 1. Mannschaft beginnt mit einem Freundschaftsspiel gegen TuSEM Essen. Es geht standesgemäß 16:31 verloren. Mit den sonstigen Vorbereitungen ist Trainer Juris - wie er sich in der Presse äußert - nicht ganz zufrieden. Auch sind die Gegner nicht gut einschätzbar. Der neue Trend, durch Fusion Handbatlsportgemeinschaften zu bilden läßt die Gegner unkalkulierbar werden. Auch werden zum Ausgleich der beiden Regionalligen immer Vereine von einer Gruppe in die andere umgesetzt. Daher ist man im Handballdorf gespannt auf das 2. Jahr in der Regionalliga.
Der Sieg im ersten Spiel gegen den Meisterschaftsfavoriten TV Vallendar erweckt schon Träume von. der Play-Off-Runde. Dafür muß man allerdings 4. werden. Aber gleich greift das Verletzungspech zu. 2 Spieler - Stefan Xhoneux und Dieter Kahlen - fallen für längere Zeit aus. Zudem muß der Trainer aus gesundheitlichen Gründen sein Amt leider aufgeben. Norbert Stettner - aus den eigenen Reihen - springt ein und ist bereit die Mannschaft bis zum Saisonende zu coachen. Zu dieser Zeit, am 14. Spieltag, liegt die 1. Mannschaft der Herren auf einem Abstiegsplatz.
Der Verein teilt mit, daß Lutz Abram zur neuen Saison das Amt des Trainers übernimmt. Der TV muß in die Relegation gegen den Viertletzten der anderen Regionalliga. Es ist die Mannschaft von HV Essen-Cronenberg. Beide Spiele gehen verloren. Ursprünglich sollte man bei Eintracht Dortmund spielen. Da aber die vom Abstieg geretteten Nordvereine SuS Oberarden und Halten-Süthen aus der Regionalliga zurückzogen, ungeachtet der zu beachtenden Frist, ist Dortmund hierdurch gerettet. "Es wäre gerechter gewesen, wenn die drei Absteiger aus beiden Gruppen, TV Scherberg, SC Pulheim und Essen eine Dreierrunde ausgerichtetet hätten," wettert berechtigterweise Norbert Stettner über die Praktiken der Verantwortlichen. 2 Monate muß man nun warten, ob ein kleiner Hoffnungsfunke die Rettung bringt. Der Funke wird zum Freudenfeuer. Wieso erst nach 2 Monaten? Die Zweitbundesligisten Emsdetten und Attenhagen retten ihren Klassenerhalt und steigen nicht in die Regionalliga ab. Da bleiben Plätze frei. Kommentar eines Verantwortlichen: Das Relegationstheater riecht mehr als nach Manipulation.
Der TV gewinnt den Siso-Cup, die Damen erreichen Platz 2 in der Landesliga, die 2. Herren Platz 4 in der 1. Kreisklasse, die 3. Herren wird 2. in der 2. Kreisklasse. Eine Mittelrheinmeisterschaftsurkunde kommt nach Weiden. Das ist die der C-Jugend der Mädchen.
Franz Otten überträgt nach 31-jähriger Tätigkeit das schwere Amt des Leiters der Jugendabteilung an einen erfahrenen Handballer: Horst Kahlen.
Viele Handballveranstaltungen umrahmen das Jubiläumsjahr. Auch die Internationalen Handballtage werden in diese Festwoche eingebunden. Auch in diesem Jahr vollbringen die Organisatoren wieder eine Meisterleistung.
Das ursprünglich nur als Jugendturnier gedachte Handballfest ist inzwischen zu einer Sportbegegnung geworden, die nunmehr alle Mannschaftsbereiche umfaßt.
Trotz einiger Turbulenzen:
die 1. Mannschaft erreicht die Play-Off-Runde.
Die Mädchen C-Jugend wird Westdeutscher Meister.
1994-1995
Für die 1. Mannschaft läuft die Saison gut an. Nach 5 Spieltagen ist man mit 12:0 Punkten Tabellenführer. Der neue Handballobmann heißt Günter Rober. Er setzt mit seinem profihaften Talent auch organisatorisch neue Maßstäbe. Ein Unentschieden gegen die aus der Nordgruppe in dieser Saison umgesetzten Mannschaft von Solingen-Höhscheid bricht die Siegesserie. Man rutscht auf Platz 6 und dann gibt es Unstimmigkeiten zwischen dem Trainer und dem Handballobmann.
Der TV rauscht durch die Presse, der Trainer geht, Horst Kahlen übernimmt vorübergehend die Traineraufgaben, bis im Mai der neue Trainer Dieter Lennartz das harte Traineramt übernimmt. Er soll die Play-Off-Runde retten.
Ungeachtet dieser Aufregungen um die 1. Mannschaft ziehen die Jugendlichen von Sieg zu Sieg. Die B-Jugend erreicht das Finale Mittelrhein. Die weibi. C-Jugend macht mit 40:0 Punkten ihr Meisterstück. Aber nicht nur das! Auch die Vorschlußrunde führt sie mit 6:0 als Sieger den Mittelrhein an. Ob ihrer Leistung wird sie zur 1. IKK Young Ladies Champion Trophy nach Leipzig eingeladen. Vor 600 Zuschauern spielt diese C-Jugend um die "Westdeutsche" gegen ETS Brockhagen und sie schafft es: Dort ein 16:16 und daheim ein 12:10 Sieg.
Die 2. und 3. Herrenmannschaft steigt auf. Die Damenmannschaft hält einen Mittelplatz. Die C-Jugend und B-Jugend, männlich, erreichen das Endspiel um die Mittelrheimeisterschaft. Derweil muß die 1. Mannschaft gegen Vallendar in ein Entscheidungsspiel zur Teilnahme an die Play-Off. Sie gewinnen die Entscheidung. Sechs attraktive Begegnungen stehen auf dem Spielplan obwohl man sich im klaren ist, daß gegen die starken Gegner der anderen Gruppe nichts zu holen ist. Man verliert gegen Wuppertal (15:31, 20:28), gegen Versmold (22:24, 20:35), und gewinnt gegen den Gegner Haan aus der eigenen Gruppe (24:22,20:17).
Die Weidener Handballtage werden mit 70 teilnehmenden Vereinen wieder ein großes Sportfest. Zum Abschluß der Saison gibt es noch einen sportlichen Leckerbissen. Ein Freundschaftsspiel gegen die Australische Nationalmannschaft verliert man 24:28
Das erfolgreiche Jahr der Jugend, Handballmädchen spielen national.
Schlagzeile in der Presse: "TV-Handballobmann wirft das Handtuch".
Albert Göbbels neuer Abteilungsleiter Handball.
1995-1996
Die 1. Mannschaft holt die Stadtmeisterschaft erst im 7-Meter-Werfen gegen Westwacht Weiden. Übrigens: dieses Spiel wurde wegen der fehlenden Schiedsrichter von Willy Boeven (Westwacht) und Klaus Thevis (WTV) souverän geleitet, (vor 30-50 Jahren undenkbar). Trainer Lennartz freut sich über den Mut und den Spaß der Mannschaft bei den Vorbereitungen auf die nächste Saison.
Der Obmann Günter Rober sagt zur Presse: "Die 2. Ligaist für uns kein Thema. Wir wollen uns finanziell nicht verheben wie andere hochverschuldete Vereine." Verstärkt hat man sich durch 2 neue Spieler und zudem durch Kurt Haaken aus der 2. Mannschaft.
Aber es läuft nicht so, wie man es sich dachte. Die Mannschaft spielt manchmal sehr unglücklich. Man verliert Spiele mit einem Tor Unterschied oder spielt unentschieden. Hätte man in bestimmten Spielen je ein Tor mehr geworfen und zwar insgesamt 10, dann hätte man am Ende 10 Punkte mehr auf dem Konto gehabt.
Erfolgreicher ist man beim Siso-Cup. Den gewinnt man gegen Scherberg und die Damen gleich mit durch einen Sieg gegen den Titelverteidiger Schwarz-Rot-Aachen.
Am 30.1.96 erscheint eine riesige Schlagzeile in der Presse. "Weidens Obmann Günter Rober wirft das Handtuch!" Der Vereinsvorsitzende Fritz Funken gerät in Erklärungsnot hinsichtlich der Begründung. Die Nervosität wirkt sich auch auf die Spieler aus. Der TV wird in der Tabelle durchgereicht, schafft aber mit einer Energieleistung durch ein 22:30 im letzten Spiel in Wermelskirchen den 6. Platz.
Bei den übrigen Handballmannschaften gibt es nur Sonnenschein. Die Damen halten die Spitze, die B-Jugend wird Tabellenerster mit 24:0 Punkten, die C-Jugend erster in der Sonderklasse mit 20:0 Punkten. Die weibliche A-Jugend erreicht in ihrer Gruppe den 5. Platz und die weibliche B-Jugend den 2. Platz und dies in der Oberliga.
Die weibliche C-Jugend wird Mitteihreinmeister und gegen TC Vorwärts Wettringen auch Westdeutscher Meister. Einige Mädels aus dieser Mannschaft spielen in der Mittelrheinauswahl und zwar: Nicole Hermanns, Christine Beckers, Mareike Sura, Daniela Schröder, Svenja Kaiser, Anke Bartholomy und Inga Etheber. Die drei Letztqenannten erhalten eine Einladung zu einem Sichtungslehrgang zur Jugendnationalmannschaft. Die weibliche-A-Jugend wird Meister der Sonderrunde und qualifiziert sich unter ihrem Trainer Wilfried Aretz für die Oberliga.
Am 23.4.1996 stellt sich der neue Leiter der Handballabteilung vor. Es ist Albert Göbbels. Mit seiner ausgeglichenen Sachlichkeit geht er Schritt für Schritt seine Aufgabe an.
Der krönende Abschluß einer durchaus erfreulichen Saison bilden einmal wieder die Handballtage mit neuen Rekorden. 1300 Spieler sind am Start. Aber auch diese Massenveranstaltung wird wieder von dem eingespielten Team aus 150 Helfern gemeistert.
Der Handball jm WTV wird 1997 75 Jahre alt.
Nicht zu überbietende Dramatik zur Play-Off-Runde.
Sensation: Die 2. Mannschaft gewinnt den A-Pokal und schafft den Aufstieg
1996-1997
"Da gehe ich niemals mehr hin. Da holst du dir einen Herzinfarkt," sagte eine Frau zu ihrem Mann, als sie am 22.3.97 um 21 Uhr die Halle an der Parkstraße verließen. Was war geschehen? Der WTV brauchte zur Teilnahme am Play-Off einen Punkt gegen Niederpleis, da sie im direkten Vergleich zu den Konkurreten Römerwall und Pulheim sie im Falle einer Punktgleichheit den Kürzeren zögen.
Nach einem in der Dramatik wohl kaum zu überbietenden Spielverlauf stand es 5 Sekunden vor Spielende 20:21. Der entscheidende Freiwurf mußte den rettenden Punkt bringen. Da kommt über Lautsprecher der Hinweis, daß TuS Daun - bisher als Tabellenletzter noch kein Spiel gewonnen - Pulheim in eigener Halle 31:32 besiegt hat. Die TV-Spieler lassen den Ball fallen und laufen tanzend durch die Halle. Es war ohnehin das Wochenende der TV-Handballer denn am nächsten Tag holt die 2. Mannschaft in Vertretung der 1. den A-Pokal in der Weidener Halle. Sie besiegen die DJK Westwacht nach einem 16:17 Rückstand in der 55. Minute 22:19. Das war ein tolles Geschenk der Mannschaft an den Verein im Jubiläumsjahr.
Für die 1. Mannschaft wird die Play-Off-Runde die erwartet schwere Auseinandersetzung mit den Mannschaften Niederpleis, Schalksmühle und Bad Salzuflen. Sie beendet zwar die Runde mit dem optisch nicht schönen Ergebnis von 2:10 Punkten, aber die Gegner werfen nur 16 Tore mehr als der TV und davon gleich 10 im ersten Spiel. Man schlägt Schalksmühle in eigener Halle, bringt Salzuflen in eigener Halle an den Rand einer Niederlage und gegen Niederpleis verliert man zum 2. und 3. mal innerhalb weniger Wochen 20:21.
Souverän führt auch die 2. Mannschaft mit 11:1 Punkten die Tabelle zum Aufstieg in die Landesliga an und macht dem Verein das 2. Geschenk im Jubiläumsjahr. Die weibliche B-Jugend kämpft um die Westdeutsche Meisterschaft, nachdem sie überlegen Mittelrheinmeister wurden und auf dem Weg zur Westdeutschen die Mannschaft von Dorstferid ausschattete. Der Gegner ist der Neusser TV. Er ist zu stark für die Weidener Mädels und man verliert 7:11 und und 8:13.
Auch die männliche B-Jugend steigt bis zum Kampf um die Westdeutsche auf. Ihr Gegner ist Dankersen-Minden. Das erste Spiel verliert man dort mit 12:18. In eigener Halle verliert man ebenfalls gegen diesen starken Gegner und scheidet aus. Aber sie haben den stolzen Titel eines Westdeutschen Vizemeisters.
Und was kommt nach dem Jubiläum?
"Das erfolgreichste Handballjahr des WTV in seiner Vereinsgeschichte", sagt der 1. Vorsitzende Fritz Funken auf der Generalversammlung. Er sagt aber auch, daß es nicht leicht sein wird, diese Niveau zu halten. Der finanzielle Aufwand wird von Jahr zu Jahr höher. Andere Vereine gehen nicht den soliden konservativen Weg des WTV und wollen mit hohem Risikoeinsatz Erfolg um jeden Preis und locken mit unverständlichen Angeboten gute Spieler.
Ein weiteres Dauerthema bedrückt den Vorstand. Es wird immer schwerer, gute Leute für spezielle Vereinsarbeit zu finden. Die vielfältigen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche erschweren zudem zunehmend die Nachwuchsförderung. Die von den Männern und Frauen um Horst Kahlen, den Gebrüdern Stettner und Franz Otten top geleitete Jugendabteilung hat trotz ihrer ständig neuen Einfälle zur Jugendförderung, Mannschaftsbetreuung, zum Freizeit- und Ferienangebote und zur "Geldschöpfung" Sorgen, das stark gefächerte Angebot an Jugendmannschaften aufrecht zu halten, weil die Nachfrage bei den Jugendlichen nachläßt.
Bestätigt dies die neueste Erhebung über das Interesse der Jugend am Sport, wonach das Interesse für Handball von 27% auf 18% abgefallen ist? Amerikanischer Basketball liegt mit 70% und der Fußball mit 60% vorn. Dieses Desinteresse bleibt auch nicht aus, wenn die Nationalmannschaft im Handball auf dem Weg zur Weltmeisterschaft früher viertklassigen Mannschaften den Vortritt lassen muß. Ist das nicht die Folge der vielen Fremdeinkäufe aus dem Ausland, die guten deutschen Nachwuchsspielern den Weg versperren? Das alles fällt zusammen mit der allgemeinen Beobachtung im Sport der Region, wonach das Zuschauerinteresse für die im Aachener Raum gezeigten Sportarten merklich abnimmt. Ist man übersättigt oder hat es wirtschaftliche Gründe? Oder ist es ein speziell Weidener Problem? Wenn die Presse schon feststellt, daß bei den Heimspielen der Play-Offs die mitgereisten Fans lautstarker mitgehen als der eigene Anhang, so stimmt das schon nachdenklich. Trösten wir uns. Anderen Vereinen geht es im Handball auch so.
Das Interesse läßt dann sofort nach, wenn man nicht um die Spitze oder den Abstieg kämpft. Als die Luft aus der Play-Off-Runde raus war, hatte Schalksmühle bei seinem Heimspiel gegen den TV gerade 170 Zuschauer. Davon waren allein 40 Schlachtenbummler des TV. Sehen wir also nicht zu pessimistisch in die Zukunft, sondern mehr kritisch aber entschlossen. Feiern wir zunächst einmal das 75-jährige der Handballabteilung und dann geht es in die neue Saison.
Es gab beim WTV einmal eine Zeit, da war bei Spielern nach der aktiven Zeit das Thema WTV nur noch Gegenstand der Kritik und nicht der Mitarbeit. Da dies sich heute bei allem "Personalmangel" wesentlich positiver darstellt, und die U40 in der Führungsebene positive Zukunftserwartungen zuläßt, wird der WTV seinen soliden Weg auch auf gesunder Basis weiter gehen. Das wird er auch dann, wenn der Weg mal wieder durch ein Tal der Tränen führt. Was solls?! Wir kennen das doch. Bei keinem Verein liegt das Lachen und Weinen so eng beieinander wie beim WTV.
Quelle: Festschrift des Weidener Turnverein 1869 e.V. zum 75-jährigen bestehen der Handballabteilung

Feldhandball auf dem alten Sportplatz

Die Reise nach Jugoslawien ist noch vielen nachhaltig in Erinnerung

Der Trainer hält in der Halbzeit Lagebesprechung

Die Mannschaft strahlt

Sie gewannen den Hallenhandball-Nachrichtencup



