Weidener Turnverein 1869 e. V.

Anton Tropartz

Der Vater des Handballs beim WTV

Unlöslich mit dem Namen des Weidener Turnvereins ist der Name Anton Tropartz verbunden. Sein Wirken um und für den Handballsport ist nicht zu ermessen und kaum zu beschreiben. Seit 1927 war er - selbst nie ein auffälliger oder leistungsbezogener Spieler - ununterbrochen insbesondere für die Jugend des WTV tätig. Seine größte Fähigkeit war sein Vermögen, immer wieder Schüler für den Handballsport zu begeistern und aus ihnen Nachwuchs für den Seniorensport heranzubilden.

Er war über Jahrzehnte mit der Jugend verwachsen und seine väterliche Güte, sein Bemühen um seine Schützlinge auch über den Sport hinaus gaben ihm dieses Charisma, das Jugendliche begeistert und zu Leistungen anspornt.

Bald wurden die Organisationen des Handball auf ihn aufmerksam und er in Gremien und Verbände berufen und war Kreis-, Bezirks- und sogar Gaujugendwart. Seitens dieser Organisationen wurden ihm alle möglichen Ehrungen zuteil. Seine Jugend im Verein dankten ihm mit dem Erringen zahlreicher Meisterschaften bis zur Westdeutschen Meisterschaft. Im Verein war sein kritisches Wort oft gefragt und wenn es nötig war, setzte sich der sonst recht brave Handballvater energisch durch. Schon während des Krieges focht er unerschrocken gegen politsche Maßnahmen, die den WTV auflösen wollten. Am Ende siegte seine Hartnäckigkeit in dem für ihn nicht ungefährlichen Streit.

Der WTV ehrte ihn mit allen Nadeln, der Ehrenmitgliedschaft und er wurde auch einer der drei Träger des WTV Ehrenringes.

Anton Tropartz starb 1984.

Quelle: Festschrift des Weidener Turnvereins 1869 e.V. zum 75-jährigen bestehen der Handballabteilung